Jeder Modellbauer hat sich das Ziel gestellt, seine Modelle den Originalen so ähnlich wie möglich zu machen. Damit das auch wirklich funktioniert, kommt man um eine Alterung nicht drum rum, denn alle Fahr- Flugzeuge und Schiffe zeigen mit der Zeit Abnutzungserscheinungen. Deshalb wurden mehrere Verfahren entwickelt, um diese Abnutzungserscheinungen auch auf Modelle zu übertragen. Wer einmal ein Bild von einem perfekt gealterten Modell gesehen hat, wird bemerken, dass man auf dem ersten Blick kaum sagen kann ob das nun ein Modell ist oder doch ein Fahrzeug etc.


Man könnte meinen, das dies ein Foto aus dem 2. Weltkrieg ist, doch die Wirklichkeit sieht anders aus, denn dieses Foto wurde mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms nur darauf getrimmt. Schauen sie sich das Foto genauer an. Sie werden feststellen, das dies ein Foto von einem Minidiorama ist, und das die Soldaten als auch das Fahrzeug, alles Miniaturen sind, die, dadurch dass sie gealtert sind, einen sehr realistischen Eindruck erwecken.



Was für Methoden gibt es ?

Es gibt mehre Methoden des Alterns, die alle zu einem ansehnlichen Ergebnis führen.
Hier seine mal ein paar genannt, die in diesem Forum genauer beschrieben werden:

+ Washing (hervorheben von versenkten Blechstößen)
+ Stäube (aufbringen von Abgasfahnen, Washing, staubiger Dreck an Fahrzeugen)
+ Trockenmalen (hervorheben von hervorschauenden Elementen wie Nieten etc., bessere Darstellung der Cockpitinstrumente)

Wer Airbrush besitzt, könnte auch die 2. Methode mit Farben ausprobieren, doch dies ist mit sehr viel Vorsicht zugenießen, da man nur einen Versuch hat, weil man ansonsten die darunter liegenden Lackschichten ruiniert. Alle 3 genannten Methoden werden auch öfters kombiniert um einen möglichst realen Effekt zu erzielen.


Ist altern schwierig ?

Nein, ganz im Gegenteil!
Wer sich gealterte Modell anschaut, denkt meistens „Das wird ich niemals so gut hinkriegen“ oder „Dafür hab ich 2 linke Hände“ etc. . Die Realität sieht meistens anders aus. Sie werden überrascht sein, wie einfach es ist ein Modell „gebraucht“ aussehen zu lassen.
Doch auch hier gilt: Übung macht den Meister! , denn nichts klappt auf anhieb. Bevor man sich an seinen Schmuckstücken ausprobiert, sollte man das Altern an „misslungenen“ oder älteren Modellen üben, damit man sich mit der jeweiligen Methode betraut macht.

Ich kann davon ein Liedchen singen:
Meinen erster Versuch, ein Modell zu mit Hilfe von Stäuben zu altern, endete damit, das ich einen „verrußten“ Helikopter hatte, der mir doch zu alt aussah.
Außerdem hafteten die Stäube nicht überall gleichmäßig, wodurch ich zum Einen meine Fingerabdrücke erkennen konnte und zum Zweiten der Helikopter überall unterschiedlich dunkle Stellen hatte.

Deshalb: Vorher unbedingt mit alten oder misslungenen Modellen üben, damit es keine bösen Überraschungen gibt!!

Wenn man sich aber mit der jeweiligen Technik betraut gemacht hat, wird man davon nicht mehr abwägen wollen, da man mit einfachsten Mitteln sein Modell ein ganzes Stück näher an die Realität bringt.

 


© 2000-2003 / An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Abrams für das Verfassen dieses Artikels bedanken.