Maskieren
Aber warum? wieso? wozu? und wie?

Maskieren tut man um bei mehrfarbigen Lackierungen oder Tarnlackierungen die betreffenden Stellen vor der nächsten Lackschicht zu schützen.
Natürlich werden auch kleinere, schon lackierte, Teile vor dem Anstrich maskiert um diese vor der nächsten Lackschicht zu schützen.

Welche Maskiermaterialien gibt es?

Zum maskieren benutzt man Maskierfolien, Flüssigmasken, Kreppband(Malerkrepp) und Parafilm

Maskierfolien

Maskierfolien werden von unterschiedlichen Herstellern (Revell, Tamiya etc.) angeboten.
Sie werden benutzt um größere Flächen vor der nächsten Lackschicht zu schützen oder auch mal z. B. Schriftzeichen oder Ähnliches mit Airbrush auf zu tragen. Natürlich wäre es nicht ratsam, die Maskierfolien für Tarnlackierungen zu verwenden, da der Aufwand für das Zuschneiden dieser doch zu groß wäre. Sie eignen sich eher für scharfe Kanten zwischen den Lackschichten (wie z.B. bei Schiffsmodellen) oder wie schon gesagt für das Aufbrushen von Schriftzeichen oder gleichmäßige Formen und „Figuren“. Doch manche Maskierfolien haben ihre Tücken.

Ich selbst hatte damit (leider) schlechte Erfahrungen gemacht:
Als ich eine( vorher maskierte) CD mit gebrushten Schriftzeichen versehen hatte, zog ich nach einer Weile die Maskierfolie ab und riss noch dazu Stücke des ganzen Lackes und der Silberfolie der CD ab, sodass ich an den betreffenden Stellen durchschauen konnte. Deshalb sollte man vorher an einem Testobjekt überprüfen ob so was mit der gerade gekauften Maskierfolie auch passiert. Um auf Nummer Sicher zu gehen kann man aber auch vorher die Maskierfolie irgendwo ankleben und wieder abziehen, sodass diese nicht mehr so stark klebt.

Flüssigmaske

Flüssigmaske ist ein , wie der Name schon sagt, flüssig mit einem Pinsel auf die betreffenden Stellen aufgetragen. Diese Flüssigmaske wird von unterschiedlichen Herstellern (z.B. Humbrol, Revell) angeboten. Nach ein paar Minuten „verhärtet“ sich die Flüssigmaske zu einem gummiartigen „Film“. Jetzt können die betreffenden Stellen ohne Probleme und Bedenken überlackiert werden. Nachdem man einige Zeit gewartet hat (bei Airbrusharbeiten auf jeden Fall warten, bis die Lackschicht trocken ist) kann man dann diesen „Film“ abziehen.

Flüssigmasken sind am besten für das Maskieren von Klarsichtteilen und bestimmten Teilen geeignet. Man kann diese auch bei Tarnlackierungen verwenden. Man sollte aber es lieber unterbinden, dass man kleine filigrane Teile, die leicht zu zerbrechen sind maskiert, da der „Maskierfilm“ etwas schwierig ab zu ziehen ist und man dann diese Teile sehr leicht kaputt machen kann oder, wenn diese angeklebt sind, durch die benötigte Kraft beim abziehen des „Films“ wieder „ablösen“ kann.


Parafilm

Parafilm ist eine Folie, die eigentlich für Chemielabore gedacht ist.
Durch ihre Eigenschaften (sie haftet ohne jegliche Klebeschicht an der Oberfläche der Modelle) verwendet man dies auch im Modellbau als Maskiermaterial. Parafilm kann man eigentlich für alle Maskierarbeiten benutzen, da sie leicht zuschneidbar und nach dem Lackieren relativ leicht wieder zu entfernen ist.
Bevor man dies benutzt, wird sie auf das 4-5fache auseinander gezogen und danach auf die zu maskierende Stelle gedrückt. Dadurch, dass die Folie nach dem ausziehen so dünn ist, passt sie sich allen Rundungen an. Falten werden einfach angedrückt. Schließlich wird die Folie mit einem Bastelmesser oder Skalpell mit abgerundeter Klinge, mit ganz leichtem Druck zurecht geschnitten. Man sollte niemals stark aufdrücken, da man sonst die Modelloberfläche beschädigen tut. Eine genaue Anleitung für die Handhabung mit Parafilm findet man unter http://www.eusebio.ch/parafilm.htm

Parafilm gibt es im Modellversandhandel (z.B. unter http://www.aura-shop.de  )
Ein Stück in der Größe von 10cmx 100cm gibt es schon ab 2.05 € .

 

 


© 2000-2003 / An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Abrams für das Verfassen dieses Artikels bedanken.