Kampfpanzer T-90
Geschichte, Entwicklung und Einführung

 
Der T-90 bildet derzeit das Ende der in Serie gebauten FSU Panzer. Er stellt den Versuch dar, endlich einen Standartpanzer in die russische Armee einzuführen. Bisher werden dort hauptsächlich T-64, T-72 und T-80 verwendet, aber auch ältere Typen sind noch im Einsatz. Wobei alle diese Panzer während ihrer Dienstzeit ständigen Weiterentwicklungen und Modifikationen unterlagen, was zu einer riesigen Typenvielfalt geführt hat, wobei oft wichtige Teile völlig inkompatibel sind. Der T-90 ist eine verbesserte Version des T-72 BM und wurde als Objekt 188 beim Vagonka KB entwickelt, wobei man verschiedene Komponenten, wie beispielsweise die Feuerleitanlage vom T-80U übernommen und verbessert hat.
Diese Feuerleitanlage mit der Bezeichnung 1A45T erlaubt es sowohl dem Richtschützen, wie auch dem Kommandanten die Kanone aus dem Stand oder der Bewegung heraus sowohl auf stehende wie auf fahrende Ziele abzufeuern, wobei es allerdings nur dem Richtschützen möglich ist, die abgefeuerten Raketen zu steuern. Erfahrungen im Einsatz des T-72 in den verschiedensten Ländern und unter den Verschiedensten Bedingungen flossen in die Entwicklung mit ein, fast alle wichtigen Komponenten wurden überarbeitet. Er zeichnet sich besonders durch höhere Feuerkraft, Mobilität und Schutz gegenüber seinen Vorgängern aus. Er besitzt ein Stützrollenlaufwerk mit 6 Laufrollen und 5 Stützrollen pro Seite. Die Abstände zwischen den einzelnen Laufrollen sind unterschiedlich, wobei die beiden mittleren am engsten zusammen stehen. Der Turm befindet sich mittig auf der Wanne. Bewaffnet ist er mit der 125-mm 2A46M. Die vertikal in einem Karussell angeordneten Granaten werden der Kanone über einen Autolader zugeführt. Diese Anordnung, frei im Kampfraum, erwies sich im Tschetschenien-Krieg als als sehr anfällig bei Treffern, was zum Verlust einiger Panzer führte. Ein weiteres Problem ist die größte der Munition. Die neue russische KE 3BM42M hat die maximal erlaubte Größe für Granaten erreicht. Mehr kann der Autolader nicht benutzen und auch die Bauhöhe der Kampfpanzer ist zu gering. Die Kanone kann sowohl Granaten als auch AT-11 SNIPER LFK's verschießen. Diese Raketen werden halbautomatisch mittels Laser gelenkt und verfügen über einen Hohlladungsgefechtskopf. Der Richtschütze verfügt über ein Wärmebildgerät vom Typ AGAVA-2, mit dem er Ziele bis zu einer Entfernung von 1.500 m aufklären und bekämpfen kann. Der Kommandant kann dieses bei Nacht bis zu Entfernungen von 700m. Der Fahrer ist mit einem IR-Nachtsichtgerät ausgestattet. Zum Antrieb dient dem T-90 ein 850-PS starker Vielstoffmotor V-84MS, der normalerweise mit Diesel befeuert wird. Der T-90 verfügt serienmäßig über Kontakt-5 Reaktivpanzerung sowie das SHTORA-1. Im Oktober 1999 wurden ausführliche Beschusstests mit T-80U und T-90 vorgenommen. Dabei wurden beide mit Panzerbüchsen, Raketen und Wuchtmunition beschossen. Dabei wurde jeweils ein Panzer mit und einer ohne Kontakt-5 Reaktivpanzerung beschossen. Ein T-80U war mit dem Shtora-1 System ausgerüstet. Es wurden verschiedenste Munitionssorten getestet und jeweils 5 Schuss pro Sorte auf ein Ziel abgegeben. Das Ergebnis ist, dass der T-90, wenn er mit KONTAKT-5 ausgerüstet ist, von keiner der getesteten Waffen erfolgreich bekämpft werden konnte. Ohne die Reaktivpanzerung gelang dies zwar, aber auch nicht immer (3 RPG-26, 1 KORNET, 1 KE). Der T-90 weist also, obwohl der älteren Grundkonstruktion, ein besseres Schutzverhalten im Vergleich zum T-80U auf.

Danke an LeXpedia : http://www.lexiPDA.de/infos/t/t-/t-90.html 

 


Vielen Dank an www.kampfpanzer.de